Wrack “Jura”

Sonntag, 25. April 2010 - 18:02

Gestern waren wir Tauchbolden für einen Morgentauchgang am Wrack “Jura” im Bodensee. Da wir als erste Gruppe des Tages bereits um 9 Uhr abfahrtbereit im Hafen Bottikofen stehen mussten, ging der Wecker schon vor sieben Uhr los. Bereit gemacht und verladen hatte ich alles schon am Vorabend: Doppel-7 Flaschen gefüllt mit einem Nitrox-Gemisch mit 30% Sauerstoffanteil. Neben der restlichen Trockentauchausrüstung war natürlich auch wieder meine Spiegelreflex-Kamera mit Weitwinkelobjektiv (16-85mm Brennweite) inkl. externem UW-Blitz dabei.

Von den Tauchbolden waren Conny, Patrick, Rolf, Roman, Simon und ich dabei. Zusätzlich schlossen sich noch Yari (Mr. Ursuit, Schweiz) mit Buddy (Patrick) als Gäste an. Alle waren mit Nitrox zwischen 30% bis 32% Sauerstoff dabei. Die Jura liegt auf 36-38m Tiefe aufrecht stehend auf dem Schlammboden. Leider haben Taucher schon ordentlich geplündert und der allgemeine Zustand des Wrackes war wohl auch schon besser. Nichts desto trotz gibt es noch einiges zum Anschauen, insbesondere die Schnitzereien am Bug und einige Aufbauten. Ebenfalls interessant ist ein Blick ins Innere durch die Löcher und Bullaugen zur werfen. Das Betauchen der Jura ist verboten, da der Sauerstoffanteil in der von Tauchern ausgeatmenten Luft im Wrack bleibt und die Zersetzung des Holzes beschleunigen würde.

Die vorgaben von Jura-Hans – von welchem wir per Boot zur Jura gefahren wurden – waren: max. 18 Minuten Grundzeit mit Pressluft und max 22 Minuten Grundzeit mit anderen Gemischen (wie z.B. Nitrox). Dieses Briefing von Jura-Hans wurde auf halber Strecke macht. Interessant war dann einmal mehr, wie Jura-Hans die Abtauchstelle ohne GPS fand, eine Ankerleine direkt an die Jura runter liess und dann eine Boje für die nächsten beiden Tauchgänge setzte.

Ins Wasser ging es dann via Rolle rückwärts von der Reling. Anschliessend wurde der Ankerleine nach im Freiwasser abgetaucht, bis auf ca. 36m das Wrack zu sehen war. Mit dem hochprozentigen Nitrox, welches unsere Gruppe geladen hatte, blieben wir somit 22 Minuten an der Jura unten. Dies war gerade etwa die Zeit, welche wir für eine Umrundung des Wrackes benötigten. Bereit wieder für den Aufstieg, zeigte unser Tauchcomputer eine Deko-Verpflichtung von 4-6 Minuten (je nach Gemisch und Tauchprofil) an, welche wir während des Aufstieges auf 20m und den Rest auf 5m “absitzten”. Alles in allem gab es eine Tauchzeit von ca. 35-40 Minuten. Die Sicht an der Jura war zwar einiges besser als vor drei Jahren, aber immer noch etwas bescheiden zum Fotografieren; es wurde viel Ausschuss produziert :-)

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